Die Waage
Einst wurden die Sternzeichen vom Schöpfer beschenkt,
am Anfang aller Tage,
damit er durch sie das Schicksal der Menschen lenkt,
und irgendwann sagte er: „Nun kommen wir zur Waage.
Was kann ich dir denn mit auf den Weg geben?
Mal sehen“: Die Venus soll dein Herrscher sein,
dadurch gehst du mit Charme durchs Leben
und lässt Liebe gern ins Herz hinein.
Du folgst dem Ruf Amors, möchtest dich fest binden,
denn Glück heißt für dich Zweisamkeit,
musst deine Freiheit aber darin wieder finden,
nur dann hält deine Beziehung eine Lebenszeit.
Das Hier und Jetzt ist deine Welt,
was soll dich das Gestern scheren?
Beliebtheit und Anerkennung, ist, was dir gefällt,
das Licht der Öffentlichkeit, kann man dir nicht verwähren.
Kein Jasager soll sich in deinen Reihen finden,
bist ne ehrliche Haut, sagst, was du denkst,
wirst Gerechtigkeit an deine Worte binden,
während du dein Umfeld durch Ausgeglichenheit lenkst.
Unternehmenslust treibt dich voran,
treibst luftig leicht durchs Leben,
mit 29 fängt das aktive Leben für dich an,
dann wirst du alles geben.
Du saugst alles auf,
es dürstet dich nach Wissen,
dein Intellekt treibt dich hinauf,
dein analytisches Denken, willst du nicht missen.
Hast ein Gedächtnis wie ein Elefant,
erinnerst dich an alles, ob gut oder schlecht,
unterdrückst die Wut, gekonnt elegant,
bis der Deckel hoch fliegt, und das zu Recht.
Doch schnell verraucht die Wut
und ein niedergeschlagener Mensch bleibt zurück,
dann gibt der Friedenstifter in dir Mut,
denn Harmonie brauchst du zum Glück.
Du berätst und hilfst anderen gerne,
im Zwischenmenschlichen und mit Psychologie kennst du dich aus,
magst auch Jura und Kunst sehr gerne,
und in der Musik bist du zuhaus.
Teamarbeit wird von dir erstrebt,
arbeitest hart, gehst aus dir raus,
hältst alles zusammen, so wie die Waage nun mal lebt,
nach dem Motto: Ich gleiche aus!
Die Natur ist dir lieb und teuer,
Schönheit muss um dich sein,
als Idealist brennt in dir der Leidenschaft Feuer,
auch Güte, Mitleid und Nachsicht gehören dein.
Doch wäre die Waage nur einseitig beglückt,
wäre sie nicht auch vom Schlechten bedrückt.
Wo die Schönheit ist, ist die Eitelkeit nicht weit,
leichtfertig suchst du Abwechslung, nah und fern,
bist Oberflächlich und zerstreut,
liebst den Genuss, und das oft zu gern.
Rosa, Lindgrün und hellblau schmeicheln dir, so ist’s gewollt,
Perlen, Rosenquarz, Türkis und Smaragd sind deine Steine,
auch der hellblaue Saphir, der ist dir hold,
du reist gerne nach Asien, Argentinien und Österreich, an der langen Leine,
und Kupfer ist die lieber als Gold.
„Das war’s, liebe Waage,
so sollst du sein“, sprach der Schöpfer sodann,
gleichst aus in jeder Lebenslage,
du schreitest mit Gerechtigkeit allen voran!
copyright Patrizia Schneider 01/08